Über das Familienzentrum in Wiesenburg/Mark

Eva Loth

Seit gut einem Jahr gibt es nun das Familienzentrum in Wiesenburg. Es steht unter der Leitung von Sozialarbeiterin Lisa Marie König und Koordinatorin Dana Nobel. Um alles zu Laufen zu bringen, haben die beiden zuerst eine Bedarfsanalyse gemacht, Bürger, Eltern und Kinder befragt um herauszufinden, welche Wünsche die Bürger haben und was gebraucht wird. Dann entstand das erste 3 Monatsangebot. Über die Anfangsschwierigkeiten ist man inzwischen hinweg. Derzeit hat das Familienzentrum seinen Sitz in der Schule am Schlosspark. Das erfordert zwar viele Absprachen, aber Lisa Marie König und Dana Nobel sind der Schulleitung sehr dankbar, dass sie die Räume dort nutzen können. So zum Beispiel das Familiencafe, in dem Gesprächsrunden und Veranstaltungen stattfinden. In enger Zusammenarbeit mit dem Kitaförderverein, dem Schulförderverein und Jugendkoordinator Carsten Neumann wurden viele Angebote auf die Beine gestellt. Überrascht waren alle Beteiligten über die große Teilnahme an der kürzlich in Mals Scheune durchgeführten Disco. Es gibt immer wieder neue Angebote, einige sind auch schon ausgelaufen. Derzeit sind die Mitarbeiter mit einem mobilen Familiencafe in den Kitas der Gemeinde unterwegs. Für bestimmte Gesprächsrunden können über das Familienbildungsbudget Referenten und Gesprächspartner gewonnen werden. Derzeit gibt es Mittel aus dem Sozialraumbudget für Bücherkisten. Irina Seeger, Leiterin der Bibliothek in Wiesenburg/Mark, hat für die Kitas ausgewählte Bücher zu verschiedenen Themen zusammengestellt. Damit will man das Leseverständnis der Kinder fördern, aber auch für bestimmte Themen sensibilisieren wie z.B. „Ich geh doch nicht mit jedem mit.“ Auch die Allerkleinsten werden einbezogen, das Zwergenturnen läuft super, das Schwangerenfrühstück wird etwas umorganisiert, so dass nicht nur Schwangere der begleitenden Hebamme Mara Ebinger Fragen stellen können, sondern auch ein Erfahrungsaustausch mit jungen Eltern angestrebt wird. Einen großen Teil der Arbeit nimmt der Babybegrüßungsdienst ein. Die ITB (integrierte Tagesbetreuung – früher sagte man Hort) fertigt bunte Beutel für die jungen Eltern an. Der Inhalt mit vielen Informationen für die jungen Familien kommt von der Gemeinde. Dabei wird eng mit den Ortsvorstehern zusammengearbeitet, denn diese wissen am besten, wo sich Nachwuchs ankündigt. Das Programm des Familienzentrums ist also schon, sehr umfangreich. Jetzt freuen sich alle schon auf das neue Domizil in der Kunsthalle, wo es eigene Räumlichkeiten geben wird.

 

Um das Familienzentrum in der Kunsthalle anzusiedeln, sind bauliche Veränderungen notwendig, teilt Gisela Burmeister von der Gemeinde Wiesenburg/Mark mit. Neben den Toiletten, dem Hausanschlussraum, dem Büro des Revierpolzisten, dem Flur und der Teeküche hat die Kunsthalle derzeitig drei Räume. Diese haben ein 50 cm höheres Bodenniveau als die restlichen Räume und der Hauptzugang ist vom Goetheplatz aus. Im großen Raum ist ein desolates Schwingparkett vorhanden. Das Bodenniveau soll angeglichen, also abgesenkt werden, so dass alle Räume ein einheitliches Niveau haben. Mit der Schaffung einer kleinen Rampe in Richtung Park wären dann alle Zugänge des Gebäudes und das Gebäude selbst barrierefrei. Weiterhin wird eine Verbindung zwischen dem neu zu schaffenden Eingang für das Familienzentrum mit dem bestehenden Eingangsbereich geschaffen. Der hintere Raum wird unterteilt in ein Büro, Flur und Abstellraum für das Familienzentrum. Der Mittelraum soll vorrangig durch das Familienzentrum genutzt werden. Im Bedarfsfall soll dieser Raum auch den Nutzern der Kunsthalle zur Verfügung stehen, z.B. für Catering, Ausstellung und andere Veranstaltungen. Die Kunsthalle kann natürlich auch durch das Familienzentrum genutzt werden. Die Teeküche, der Hausanschlussraum und die Männertoilette wurden 2010 hergestellt. Hier sind keine Änderungen notwendig. Im jetzigen Büro des Revierpostens soll die Damentoilette untergebracht werden. Diese wird ein Behinderten WC. Es ist notwendig, die Decke in der Kunsthalle zu erneuern. In diesem Zusammenhang wird die Beleuchtung modernisiert. Für die Nutzung als Kunsthalle sind Schallschutzmaßnahmen erforderlich. Der Raum soll mit Verdunklung und Blendschutz an vier Fenstern und einem Beamer ausgestattet werden. Die Ausführung der Baumaßnahmen soll im April 2018 beginnen und wird voraussichtlich 1 Jahr dauern. Derzeitig läuft die öffentliche Ausschreibung für den ersten Bauabschnitt. Die Baukosten wurden auf ca. 765.000 € geschätzt. Die Gemeinde hat eine Zuwendung über 563.823 € aus Bundes- und Landesmitteln erhalten. Aus dem Kreisentwicklungsbudget 2017 wurden 90.000 € bewilligt. Eine Zuwendung aus dem Kreisentwicklungsbudget 2018 ist beantragt. Die genannten Kosten beinhalten nicht die Ausstattung des Familienzentrums.

 

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