Neue Frauen für Reetz

Eva Loth

Ob sich die neu ins Leben gerufene Frauenmannschaft der Reetzer Freiwilligen Feuerwehr am Ausspruch unserer Bundeskanzlerin orientierte, sei dahingestellt. Auf alle Fälle sagten sie sich bei ihrem ersten Wettkampf: Ja, wir schaffen das! Somit ist der Feuerwehrsport in Reetz nicht mehr länger eine Männerdomäne. Im Sommer dieses Jahres fanden sich 7 junge Frauen zusammen um den Wunsch nach einer neuen Frauenmannschaft in die Tat umzusetzen. Seit dem 23. Juni wurde einmal wöchentlich trainiert, die Pumpe in Gang gesetzt, Schläuche über den Rasen gezogen und die Wasserkästen befüllt. Aber es ist natürlich mehr als das. Für viele ist es ein Ausgleich zum Beruf, der Austausch mit Freunden und eine Freizeitbeschäftigung. Nicht zuletzt und auch nicht ganz unwichtig – die Zahl der Einsatzkräfte erhöht sich und der Zusammenhalt nicht nur in der Feuerwehr, sondern im ganzen Ort wird gestärkt.

Nach einem guten Viertel Jahr Training waren die Frauen für den ersten Wettkampf bereit. Gemeinsam mit der Männermannschaft ging es zu einem Ausscheid nach Pretzsch bei Wittenberg. Neben dem Training waren auch andere Vorbereitungen zu treffen. Es wurden T-Shirts bestellt, mit Logo und Namen bedruckt sowie passenden Kleidung gesucht. Letztere musste teilweise ausgeliehen werden, denn den schlanken jungen Frauen passte die Männerkleidung natürlich nicht. Dass ließ alle nicht unbeeindruckt, denn das hieß: Nun geht es wirklich los. Die Nerven lagen blank.

Bei der Ankunft waren alle beeindruckt von der Fülle der anwesenden Mannschaften. Trotz der steigenden Nervosität wurde in Ruhe das Lager aufgebaut, das neu angeschaffte Zelt eingeweiht, Bänke aufgebaut und Material zurecht gelegt. Gemeinsam mit Trainer Felix Opitz und den Männern ging es zu Startaufstellung. Dann bleib keine Zeit mehr zum Nachdenken, denn die Frauen sollten bereits im zweiten Lauf starten. Alle waren hoch konzentriert, der Aufbau klappte perfekt. Nach der Startklappe rannten alle, was das Zeug hielt. Nur die Pumpe war wohl im Feiertagsmodus und brauchte etwas „Überzeugungsarbeit“ um das Wasser in die Schläuche zu pumpen. Aber man kam ins Ziel und hatte nun eine Zeit, an der man sich orientieren konnte. Dass am Ende nur der undankbare 4. Platz blieb, spielte keine Rolle. Die Frauen selbst und auch Trainer Felix Opitz, der jedes Mal extra aus Magdeburg anreist, um den Frauen Tricks und Kniffe beizubringen, waren hochzufrieden mit dem ersten Auftritt.

„Das wir soweit gekommen sind, haben wir vor allem der Männermannschaft zu verdanken“, so die 7 Mädels. „Sie haben uns toll aufgenommen, geben und viele Ratschläge und opfern ihre Freizeit für unser Training.“ Neben Felix Opitz hat auch Daniel Schmalenberg einen großen Anteil am Erfolg, denn er kümmert sich um die so wichtige Pumpe.

Und es macht den Frauen Spaß. Sie würden sich freuen, wenn noch mehr Mädchen und Frauen den Weg in die FFW Reetz finden würden – Interessenten können sich gern melden.

Ihr Fachbetrieb aus Niemegk mit Verkauf, Service und Wartung! Für mehr Informationen auf das Banner klicken! - Anzeige

Ihr Fachbetrieb aus Niemegk mit Verkauf, Service und Wartung! Für mehr Informationen auf das Banner klicken! – Anzeige

Danke schön! Sie haben das bereits als Favorit markiert.
Keine Kommentare