425 Jahre Reetzerhütten

Eva Loth

Die 425 Jahrfeier in Reetzerhütten begann wortwörtlich mit einer Ladehemmung. Das war aber keine Panne bei der Organisation – von den eigens bestellten Kanonen des Görzker Schützenvereins, die zur Feier des Tages einige Schüsse abgeben sollten, streikte eine. Und ausgerechnet die, welche Anett Blasche auslösen sollte. Als Mitglied des Ortsbeirates durfte sie gemeinsam mit Ortschef Klaus-Peter Klenke je eine Kanone zünden. Beim dritten Versuch klappte es dann und die Unkenrufe verstummten. Derweil waren die zahlreichen Gäste schon in Feierlaune und stürmten erst mal das Kuchenbüfett. Das war am späteren Nachmittag bis fast auf den letzten Krümel geleert. Auch der Eismann machte guten Umsatz. Derweil herrschte Andrang am Losstand für die Tombola, nach 2 Stunden waren alles Lose verkauft. Im Sportplatzgebäude hatte Otto Hinze alte Fotos zu einer kleinen Ausstellung zusammen getragen. Dieser oder jener erkannte sich selbst, Oma, Opa und andere Verwandte wieder. Zwischenzeitlich konnten sich alle bei den verschiedenen Wettbewerben messen, der Kita „Zwergenland“ und der Singegemeinschaft aus Reetz zusehen und lauschen, reiten, Feuerwehrauto fahren, Blumenkränze flechten und, und ,und…… Zum Abend animierten die Reetzer Line Dancer zum mittanzen. Gefeiert wurde bis spät in die Nacht. Auch am Sonntag füllte sich das Festzelt nach und nach, denn alle waren gespannt auf die angekündigte Modenschau. Bis dahin konnten sich die Gäste einige Oldtimer ansehen. Wie den alten Multicar von Karl Ryl. Der stammt aus den 60er Jahren und wurde damals von der Drahtzieherei genutzt. Nach der Wende sollte er verschrottet werden. Das rief Karl Ryl auf den Plan, der für Haus und Hof ein Gefährt suchte. Also wurde der Multicar gewogen und er konnte ihn zum Schrottpreis erwerben. Auch der alte F8 von Klaus-Peter Klenke fand viele Bewunderer. Die „Multimediaanlage“ musste damals jedoch noch extra mitgebracht werden – und der alte Plattenspieler funktioniert sogar noch. Und dann war es endlich soweit, das Blasorchester Wiesenburg machte Pause, der rote Teppich war ausgerollt und die Gäste konnten die Kollektion von Marion Berendt bewundern. Die Designerin ist seit 2 Jahren im Ort ansässig und mach vor allem Mode aus nachhaltigen Stoffen. Viele davon stellt sie selbst her und färbt sie auch mit Hilfe von Pflanzen ein. Dadurch wirken die Farben sehr natürlich. Für die „Models“ aus dem Ort mussten viele der Modelle noch einmal angepasst werden. Und alle konnten sofort erworben oder bestellt werden. Erleichtert war auch der Ortsvorstand, dass alles so gut geklappt hat und vor allem über die zahlreichen Besucher – das hatte man selten erlebt. Und auch die Gäste waren begeistert. Es sei das schönste Dorffest gewesen, was sie in Reetzerhütten je erlebt hätten, war die einhellige Meinung.

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