Einwohnerversammlung zum Ausbau der B 246

Eva Loth

Geht es nach Plan, hat Reetz in 283 Tagen eine neue Ortsdurchfahrt. Denn mit dem ersten Spatenstich am 24. April wurde das mehr als 2 Mio. Euro teure Projekt symbolisch begonnen.  Am vergangenen Mittwoch war halb Reetz auf dem Weg in die Wiesenburger Kunsthalle, wo Land, Landesstraßenbetrieb und Gemeinde das Vorhaben und dessen Ablauf erläuterten. Das es Einschränkungen geben wird, war allen klar. Die großräumigen Umleitungen für Auswärtige machen jedoch besonders den ansässigen Firmen Sorgen. Immerhin wird sozusagen die Verbindung ins Nachbarbundeland gekappt, aus der viele Kunden und auch Zulieferer kommen. Die Gärtnerei Köhler in Reetzerhütten befürchtet, dass ihr ein Drittel der Kunden wegbricht, was schon existenzbedrohend wäre.

Innerorts wird es entsprechende Umleitungen geben, so dass die Grundstücke erreicht werden können. Die Frage nach der Befahrbarkeit ab 18 Uhr, wie in der vorangegangenen Pressemitteilung angegeben,  bejahte der Bauleiter. Lediglich, wenn die Bitumenschicht aufgebracht wird, kann es passieren, dass die Strecke nicht befahrbar ist und Einwohner ihre Fahrzeuge außerhalb des Bereiches abstellen müssen. Der Bau wird in 9 Abschnitte unterteilt, so dass es immer nur teilweise Sperrungen geben wird. Es wird eine neue Regenentwässerung gebaut, ebenso wird der Stolperstein in der Belziger Straße beachtet. Bauamtsleiterin Anke Glistau wies die Bürger nochmals darauf hin, die Regenentwässerung zeitnah auf die eigenen Grundstücke zu verlegen, da viele Dachrinnen noch auf die Straße laufen. Ebenso erläuterte sie den Anwesenden die Berechnung des Eigenanteils, welchen die Bürger für Gehwege  zu tragen haben. Bei einer Förderung von 75 % für die Bundesstraße werden ca. 10.150 € auf die Anlieger umgelegt. Die Gehwege in der Zerbster Straße wurden bereits erneuert und bezahlt, dort fallen keine neuen Kosten an. Ebenso nicht für die Straßenbeleuchtung. Im Zuge der Baumaßnahmen wir gleichzeitig die Kreisstraße vom zukünftigen überfahrbaren Minikreisel in der Ortsmitte bis zur Teichstraße saniert. Der Standort der dortigen Bushaltestelle wird noch einmal in einer extra Veranstaltung besprochen.

Bei den einzelnen Bauabschnitten wird es jedes Mal Gespräche mit den betroffenen Anwohnern geben. Außerdem sei immer ein Ansprechpartner für die Bürger vor Ort, hieß es. Es wird eine Bestandsaufnahme der Häuser und Grundstücke geben, um später eventuelle Schäden durch den Bau bzw. die Umleitungen nachweisen zu können. Das interessierte vor allem die Bewohner Im Hack. Die ohnehin sehr schmale und in einem sehr schlechten Zustand befindliche Straße soll Umleitung für den Linienverkehr werden. Eine spektakuläre Probefahrt gab es schon im vergangenen Jahr. Es wird in Ansprache mit den Grundstückseigentümern der Grünfläche an der Kreuzung zur Bergstraße eine Einbiegemöglichkeit geschaffen. Eine Ampelregelung ist nicht vorgesehen. Dazu wird es aber eine Ortsbegehung geben, wo man sich die Situation noch einmal genau ansieht, da die Straße nicht von vorn bis hinten einsehbar ist.  Außerdem muss die Straße auf Grund des schlechten Zustandes befahrbar gemacht werden. Dabei ist auch zu beachten, dass einige Hoftore zur Straße hin geöffnet werden. Die Dokumentation zu den Grundstücken kann jeder dann für sein eigenes Grundstück einsehen.

Die ursprünglich geplanten Parkbuchten vor der ehemaligen Gaststätte dagegen könnten Geschichte sein.  Sie waren eigentlich für Besucher der Gaststätte gedacht. Da diese inzwischen aufgegeben und veräußert wurde und der neue Inhaber dort keine Gastronomie anbieten wird,  stellt sich auch für Baumamtsmitarbeiter Michael Jacobi die Frage nach dem Sinn. Ein Gespräch mit dem neuen Eigentümer wird geführt, hat er den Wunsch, diese trotzdem bauen zu lassen, müsste er sich auch entsprechend beteiligen. Anlieferungen sollten jedoch von der Hofseite aus erfolgen.

Es gibt also noch viel Gesprächsbedarf. Denn einige der Anwesenden bemängelten eine unzureichende Information im Vorfeld. Eines ist jedoch klar – es wird immer Probleme geben, die gemeinsam gelöst werden müssen.

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