Sanierung der Reetzer Kirchenorgel in Aussicht

Eva Loth

Mit Hilfe von Fördermitteln und Eigenanteilen sowie vieleer Spenden kann nun die Orgel der Reetzer Kirche saniert werden. Das Instrument ist derzeit kaum noch bespielbar. Lesen Sie weiter…..

Die Orgel in der Reetzer Kirche ist etwas Besonderes und kann zu Recht als „alte Dame“ bezeichnet werden, denn sie ist 113 Jahre alt. Sie wurde 1904 von Orgelmeister Johann Eifert in Stadtilm gebaut. Es handelt sich um ein Orgelwerk mit 15 klingenden Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. 1975 wurde die Orgel, von der Firma, Gebr. Voigt aus Bad Liebenwerder saniert und repariert. Bei dieser Orgel handelt es sich um ein ganz besonderes Exemplar, was es unbedingt zu erhalten gilt. Sie ist eine der wenigen pneumatischen Orgeln der Region. Gewöhnlicher weise funktioniert  eine Orgel mechanisch. Das bedeutet: wenn man eine Taste oder ein Pedal an der Orgel betätigt öffnet man dadurch direkt das Ventil der Orgelpfeife und ein Ton erklingt. Diese Eigenschaft führt dazu, dass man beim betätigen der Taste oder des Pedals einen größeren Widerstand überwinden muss. Je größer die Orgel umso größer der Widerstand. Dies ist bei der Reetzer Orgel nicht so. Wenn man hier eine Taste oder ein Pedal betätigt wird ein Luftstrom freigesetzt welcher das Ventil öffnet. Aus diesem Grund spielt sie sich selbst, trotz ihrer Größe, leicht wie eine Feder. Diese Orgelbauweise ist sehr selten  und macht diese Orgel zu einem besonders wertvollen Instrument. Reparaturen an dieser Orgel sind aus besagtem Grund auch sehr kostenintensiv. Als bedeutender Teil der Orgellandschaft des Hohen Flämings hatte die Orgel in Reetz immer Bedeutung über die gottesdienstliche Nutzung hinaus als Konzertinstrument. Sie ist in das kulturelle Leben des Ortes und der Region mit einbezogen. Die Orgel der Kirche in Reetz dominiert mit ihrem dreifeldrigen Prospekt die gesamte Westseite des Innenraumes der aus dem Mittelalter stammenden und für ein Dorf ungewöhnlich großen Kirche. Sie ist Teil der 1904 vorgenommenen Neugestaltung des Innenraumes. Das gesamte Instrument ist noch original erhalten, und Zeugnis der hochromantischen Orgelbaukunst. Nun ist auch die vom Holzwurm befallene Pedalklaviatur ausgefallen. Wegen undichter Membrane steht nicht genügend Luft zur Verfügung. Nur noch ein geringer Teil der Pfeifen kann so zu Gehör gebracht werden. Als bedeutender Teil der Orgellandschaft des Hohen Flämings hatte die Orgel in Reetz immer Bedeutung über die gottesdienstliche Nutzung hinaus als Konzertinstrument. Sie ist in das kulturelle Leben des Ortes und der Region mit einbezogen.

Worin genau das Problem besteht, erläutert Florian Jakubowski: „Mehrere Register der Orgel erzeugen so genannte Heuler, stellen den Ton also nicht mehr ab. Die gesamte Fußklaviatur klemmt an mehreren Stellen und funktioniert nicht mehr. Das obere Manual ist nicht mehr voll bespielbar. Die Belederungen der Orgel sind verschlissen so dass die Orgelpfeifen gar nicht mehr den vollen Luftstrom nutzen können. Der Spieltisch muss gereinigt werden genauso wie einige Holzpfeifen und Zinnpfeifen repariert oder ausgebessert werden müssen, wobei dies Arbeiten sind, die bei Orgeln ca. alle dreißig Jahre anfallen. Wichtig ist schlussendlich noch das die Pneumatik gereinigt und eventuell noch ein neuer Kompressor installiert werden muss.“  Seit September ist auch die vom Holzwurm befallene Pedalklaviatur ausgefallen. Wegen undichter Membrane steht nicht genügend Luft zur Verfügung. Nur noch ein geringer Teil der Pfeifen kann so zu Gehör gebracht werden. Als bedeutender Teil der Orgellandschaft des Hohen Flämings hatte die Orgel in Reetz immer Bedeutung über die gottesdienstliche Nutzung hinaus als Konzertinstrument. Sie ist in das kulturelle Leben des Ortes und der Region mit einbezogen.

Nun kann endlich Abhilfe geschaffen werden. Mit Fördermitteln und Eigenanteilen geht es in die Sanierung. Die Maßnahme sieht den und Ausbau und die Reinigung aller Orgelteile vor, dann die Reparatur und Aufarbeitung der Pfeifen, die Instandsetzung und teilweisen Erneuerung der Membrane und schließlich die Intonation und Stimmung des Instruments. Dazu steuert der Bund 10.000 Euro Fördermittel bei, die Mittelbrandenburgische Sparkasse 5.000 Euro. Der Rest der etwa 32.600 Euro teuren Sanierung kommt mit ca. 5.100 Euro aus der Kirchengemeinde und 12.500 Euro vom Verein „Miteinander – Füreinander“.

Wenn das alles saniert worden ist wird die Orgel wieder mit einem einzigartigem Klang Ihrem Namen „Königin der Instrumente“ gerecht und die Zuhörer in Ihren Bann ziehen.

 

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