Feuerwehrjubiläum in Reetz

Eva Loth

Die Reetzer Feuerwehr drehte den bekannten Spruch einfach mal um: Erst das Vergnügen und dann die Arbeit. Denn ehe die vielen Gäste ihre Glückwünsche zum Jubiläum – 95 Jahre Feuerwehr und 50 Jahre Jugendfeuerwehr – loswerden durften, wurde die Kaffeetafel eröffnet. Zudem hatte Ortswehrführer Steffen Teuber eine Präsentation über die Arbeit der Kameraden vorbereitet. Er selbst musste in ziemlich große Fußstapfen treten, als er die Leitung der Ortswehr übernahm und hatte die Aufgabe, die Wehren aus Reetz und Reetzerhütten zusammenzuführen. Was sehr gut gelang. Neben den offiziellen Aufgaben – Retten, Löschen, Bergen und Schützen – ist die Feuerwehr mit ihrem Verein stark am kulturellen und dörflichen Leben der Orte beteiligt. Viele Veranstaltungen würden ohne sie nicht stattfinden, wie Oster- und Herbstfeuer, Mai- und Pfingstbaum aufstellen und viele andere Feierlichkeiten. Dafür investieren die Kameraden viel Zeit und auch einen Teil des Familienlebens. Schon allein die Grundausbildung nimmt 30 Tage in Anspruch und das sind vor allem Wochenenden, an denen die Familien ohne sie auskommen müssen. Dazu kommen die entsprechenden Zusatzausbildungen. Derzeit gibt es in den Wehren Reetz und Reetzerhütten 98 Mitglieder, unter ihnen 19 Atemschutzgeräteträger. Besonders stolz ist Steffen Teuber auf die Arbeit der Jugendwarte, dadurch konnten die Mitgliederzahl des Nachwuchses gesteigert werden. Die meisten Einsätze sind technische Hilfeleistungen, aber es gibt – leider- auch immer wieder Brände zu löschen. Und da kommen die Wünsche der Ortswehren ins Spiel. Noch nicht alle Kameraden besitzen eine Dienstuniform, auf der Veranstaltung gab es jedoch für alle neue T-Shirts. Für die Reetzerhüttener Kameraden mit dem Aufnäher  „Löschgruppe Reetzerhütten“.  Durch Spenden ortsansässiger Firmen und Bürger konnte inzwischen eine Wärmebildkamera angeschafft werden. Am wichtigsten ist jedoch die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs für die Wehr. Das alte musste nach 36 Einsatzjahren in Rente geschickt werden. Das Fehlen eines solchen machte sich schon bei dem kürzlichen Brand bei ELKI bemerkbar. Da mussten andere Wehren um Hilfe gebeten werden. Genauso sieht es auch der Reetzer Ortsbeirat. Von ihm gab es zum einen eine kleine Finanzspritze.   img_4225  „Als Anerkennung Eurer Arbeit für uns Reetzer bei den Feuerwehreinsätzen, Euren Einsatz für Leib und Leben für uns, möchte ich das hiermit im Namen des Ortsbeirates diese  symbolischen Scheck in Höhe von 300,00 € überreichen und damit Eure Arbeit würdigen“, so Marion Gante in ihren Grußworten. 150,00 € davon sollen zweckgebunden für die Kinder- und Jugendarbeit sein. Kritisch sah sie den Einsatz zur Brandbekämpfung des Strohlagers bei Elki, wo die Reetzer Wehr mangels TLF Unterstützung der Nachbartrupps benötigte. „So etwas gab es bisher in der Geschichte der Reetzer FFW nicht!!!“ betonte die Ortschefin. Deshalb entschied sich der Ortsbeirat für einen außergewöhnlichen Schritt. Indem er die Veranstaltungen im nächsten Jahr kostenmäßig minimieren  und zusätzlich eine Spenden-Sammel-Aktion durchführen wird, sollen 3000 Euro für den Kauf eines neuen Tanklöschfahrzeugs aus dem Ortsteilbudget bereitgestellt werden. Diese Aktion wurde von allen mit großem Beifall angenommen. Nun konnten auch alle anderen ihre Glückwünsche loswerden. Viele befreundete Wehren waren angereist, um mit den Reetzern und Reetzerhüttenern gemeinsam zu feiern. Für die Kinder war ein Mal- und Bastelzimmer eingerichtet. Ungeduldig standen die Kinder vor der großen Hüpfburg, denn der Schauer zwischendurch hatte diese erst einmal in eine nasse Rutschbahn verwandelt. Aber Kinder wären nicht Kinder, ließen sie sich davon die Laune verderben.

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