Über die Zukunft der Kunsthalle

Eva Loth

Während sich die Arbeitsgruppe „Familienzentrum“ ein gemeinsames Domizil mit der „Kunstperle“ in der Kunsthalle Wiesenburg durchaus vorstellen kann, sehen die Künstler dieses nicht so klar. Sie nutzen derzeit die ehemalige Turnhalle für Ausstellungen, ebenso finden dort größere Veranstaltungen der Gemeinde statt. Aber der Zustand der Halle ist durchaus nicht befriedigend.

Nun besteht die Chance, durch ein ebenfalls dort anzusiedelndes Familienzentrum Fördermittel zu erhalten. Damit könnt auch die Ausstellungsräume aufgewertet werden z.B. mit Schallschutz an der Decke, bessere Beleuchtung und vielleicht sogar Fußboden. Auf einer Zusammenkunft, zu der auch die Mitglieder der Kunstperle geladen waren, stellte Architektin Kornelia Stephan einen möglichen Umbau vor. Im Zuge dessen könnte die Kunsthalle zum einen barrierefrei werden und zum anderen ein zweiter Ein- und Ausgang geschaffen werden. Dieser wäre auch gleichzeitig Rettungsweg. Laut Bauordnung für öffentlich genutzte Gebäude ist dann auch eine behindertengerechte Toilette vorgeschrieben. Dafür würde man einen schmalen Teil der Ausstellungshalle abtrennen, in dem man dann ebenfalls einen kleinen Abstellraum für Stühle usw. unterbringen könnte. Für das Familienzentrum stände dann ein fester Raum zur Verfügung, ein zweiter und auch die Halle kann genutzt werden, wenn sich dort nicht gerade eine Ausstellung befindet.

Kunsthalle WiesenburgDie Künstler sehen die Sache nicht so euphorisch. Sie bemängelten vor allem, dass sie nicht im Vorfeld über den Sinn und Zweck des Familienzentrums informiert wurden und nun völlig überraschend ja oder nein sagen sollten. Auch würde man ja die Ausstellungsfläche verkleinern, was man, falls sich das Familienzentrum nicht auf Dauer hält, nicht mehr rückgängig machen könnte. Auch mögliche Beschädigungen der Ausstellungsobjekte seien nicht ausgeschlossen.

Kunsthalle WiesenburgBürgermeister Marco Beckendorf sieht das Projekt vor allem als eine Zusammenführung zweier Interessen. Er würde sich freuen, wenn sich die Künstler am Familienzentrum beteiligen, um auch die Kinder an die Kunst heranzuführen. Daniela Rabinowitsch sieht die Einrichtung Familienzentrum als Anlaufstelle für alle, auch für ältere Menschen. Denen wäre der Weg zur Schule als auch vorgeschlagenen Standort zu weit. Das Familienzentrum soll Anlaufstelle sein, auch für Probleme, bei denen dann an zuständige Organe vermittelt wird. Aber oftmals hilft schon ein Gespräch unter Gleichgesinnten. Viele der zukünftigen Nutzer wollen aber einfach nur einmal raus aus dem Alltag. In Niemegk und Brück gibt es bereits gut funktionierende Projekte. Dabei muss auf die speziellen Voraussetzungen und Bedürfnisse der einzelnen Regionen eingegangen werden. Was in einem Ort gut funktioniert, kann im anderen völlig daneben gehen. Es soll eine feste Stelle für das Familienzentrum geben, die zu 80% durch den Landkreis gefördert wird. Dieser sieht Familienzentren als eine seiner Hauptaufgaben, besonders in der Prävention und fördert deshalb derartige Projekte höchstmöglich.

Kunsthalle WiesenburgFür die Arbeitsgruppe Familienzentrum gilt es jetzt, ein Konzept zu erarbeiten, das angeboten werden soll, und einen Träger zu suchen. Dieses hätten sich die Künstler jetzt schon gewünscht, um einen bessern Einblick zu haben. Jedoch hat dieses mit dem Förderantrag nichts zu tun, erklärte Kornelia Stephan. Da geht es rein um das Bauliche. Für die Künstler ist alles immer noch nicht wirklich greifbar. Deshalb wird man sich zum einen intern noch einmal zusammensetzen um darüber zu sprechen, als auch gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Familienzentrum. Denn obwohl Bürgermeister Marco Beckendorf sozusagen das Hausrecht hat, denn die Halle gehört der Gemeinde, möchte er nicht über den Kopf der Beteiligten hinweg entscheiden. Ihm ist ein gemeinsames Vorgehen wichtig. Ob sich alle Pläne am Ende realisieren lassen, wird man sehen. Dazu bedarf es weiterer Planungen und einer Kostenaufstellung, die natürlich schnellstmöglich beginnen sollen, um noch in die aktuelle Förderperiode zu kommen.

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